Sonntag, 16:00 Uhr: Podium 2 „Warum wir singen“

Das zweite Forum des Sonntags „Warum wir singen“ beschäftigt sich von 16:00 bis etwa 17:30 Uhr mit Geschichte, Impuls und Potenzial der Lieder das Arbeiterbewegung. Diskutiert wird von aktiven Kulturschaffenden.

Dass die Lieder der deutschen Arbeiterbewegung 2014 in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbe Deutschlands aufgenommen wurden, hat manchen erstaunt. Tatsächlich sind viele dieser Lieder an der Basis der Gewerkschaften, sozialdemokratischer und linker Parteien, in der Antifa-Jugend überaus bekannt. In einigen Orten haben sich in den letzten Jahren neue Gewerkschaftschöre gebildet; Singeabende mit diesen Liedern erfreuen sich großer Beliebtheit, wo sie angeboten werden.

Die These ist, dass es vor allem zweierlei Impulse sind, die die Attraktivität dieser Lieder ausmachen: die darin aufgehobene Vision einer freien, klassenlosen Gesellschaft einerseites und andererseits die Bereitschaft zum individuellen Einstehen für diese Ziele. Gibt es weitere Impulse, die diese Lieder heute lebendig erhalten? Entstehen neue Lieder, die dieses Bedürfnis befriedigen, und wie sind die Bedingungen dafür? Welche Rolle spielen die Medien? Hat das gemeinsame Singen alter und neuer Lieder dieser Art eine Zukunft?

Auf dem Podium diskutieren:

Foto: Johan Morin ICB

seit über 35 Jahren im Bereich Kultur und Musik mit Künstlern aus der ganzen Welt tätig. Leitung von Kulturzentren, seit 1989 Direktorin von alba KULTUR – Büro für globale Musik.

Seit 1997 Musikverlegerin und Produzentin.

Als Beraterin und Expertin war sie unter anderem für das NRW-Kultusministerium, den Deutschen Städtetag und das Goethe-Institut tätig.

Seit 2009 ist sie Mitglied des Beirats „Kontaktstelle Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“ zum Fachausschuss für Kultur der Deutschen UNESCO Kommission.

Seit 2013 sie ist außerordentliches Mitglied im „Institut für Weltmusik und Transkulturelle Studien IWTM“ der „Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Foto: Stefan Niehoff

Von 1967 bis 1990 Auftritte als politischer Liedermacher (Schlauch) bei politischen Aktionen und auf den großen Liederfestivals.

Seit 1994 Zusammenarbeit mit der IG Metall, Streikeinsätze

Seither mit eigenen Liedern solo, mit dem kleinen elektronischen Weltorchester ewo2 und anderen KünstlerInnen auf Tourneen und in Musik- sowie Theaterprojekten aktiv.

Mitglied und Organisatorin des Chores „Chorrosion“, eines ehemligen Gewerkschaftschores, der sich vor allem für soziale Themen und gegen rechts engagiert.

Politikwissenschaftler, Redakteur und Songwriter, lebt in Münster. Er gehört zu den Initiatoren der Bewerbung des „Singens der Lieder der deutschen Arbeiterbewegung“ als immaterielles Kulturerbe Deutschlands bei der UNESCO und ist Gitarrist und Autor des Duos „Cuppatea„.

ehemaliger Generalsekretär von „Industrianställda i Norden“ (Nordic IN), der Föderation aller Industrie(arbeiter)gewerkschaften (Metall, Chemie, Energie, Papier und Bergbau) in Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark und Island

Kulturwissenschaftler, Mitbegründer der DDR-Singebewegung und ihr Historiograf. Er gehörte zu den Organisatoren des „Festivals des politischen Liedes“ in den 70er und 80er Jahren, leitete 2000 bis 2012 das „Festival Musik und Politik“ und ist Vorsitzender des Vereins “Lied und soziale Bewegungen”.

arbeitet seit 1990 mit den Schwerpunkten Kultur und Medien als Journalist. Bis heute ist er vorwiegend im Hörfunk aktiv (WDR/ARD), aber auch für Fachmagazine sowie online.

Seit 2012 betreibt der studierte Psychologe unter www.derkulturpolitischereporter.de ein eigenes Blog zu „seinem“ Thema. Darüber hinaus ist er als Trainer in der Aus- und Fortbildung tätig.

Die Teilnahme an der Podiumsdiskussion ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten.

Vor und nach der Podiumsdiskussion sind alle Besucherinnen und Besucher eingeladen, mit verschiedenen Musikgruppen gemeinsam zu singen.

Veranstaltungsort: Theater Marl

Beginn: 3. Juni 2018, 16:00 Uhr

Eintritt frei