3. Juni 2018: Podium 1 „Was uns verbindet…“

Das erste Podium „Was uns verbindet…“ beleuchtete die Rolle der Kultur für gesellschaftlichen Zusammenhalt im Ruhrgebiet und darüber hinaus sowie für Politik, Selbstverständnis und Bindekraft von Organisationen der Arbeiterbewegung. Es diskutierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Organisationen.

 
Auf dem Podium diskutierten:
Foto: Thomas Range, DGB NRW
  • Diplomabschluss in Politologie mit Soziologie, Europäische Ethnologie und Volkswirtschaftslehre
  • 1992 Wechsel zur Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Berlin; Schwerpunkt: gewerkschaftliche Jugend- und Auszubildendenarbeit
  • 1997 Referatsleiterin beim Hauptvorstand der NGG, Hamburg
  • 2006 Landesbezirkssekretärin NRW bei der NGG, Düsseldorf
  • 2014 Landesschlichterin im Arbeitsministerium NRW
  • Seit Dezember 2017 Vorsitzende des DGB NRW
Foto: Jens Grossmann

Polizist, seit der Landtagswahl 2010 SPD-Abgeordneter des Landtags von Nordrhein-Westfalen. Dort ist er Mitglied des Innenausschusses und des Ausschusses für Kultur und Medien sowie Sprecher seiner Fraktion.

Er ist zudem Kuratoriumsmitglied der Kunststiftung NRW und der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Präsident des Verbandes der Bibliotheken des Landes Nordrhein-Westfalen und Vorstandsmitglied der Kulturpolitischen Gesellschaft.

Foto: NGG

ist seit 1975 bei der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) beschäftigt. Der ausgebildete Bankkaufmann begann seine  Gewerkschaftslaufbahn 1975 als Sekretär und war ab 1978 Geschäftsführer der Verwaltungsstelle Hagen/Westfalen. 1990 wurde er Hauptkassierer im geschäftsführenden Hauptvorstand und war von 1992 bis 2013 Vorsitzender der NGG.

Jutta Krellmann

Politikerin und Gewerkschafterin (IG Metall). Seit Oktober 2009 sitzt sie für die Partei Die Linke im deutschen Bundestag und ist Obfrau der Linken im Ausschuss Arbeit und Soziales und Sprecherin für Arbeit und Mitbestimmung ihrer Fraktion. 

arbeitet seit 1990 mit den Schwerpunkten Kultur und Medien als Journalist. Bis heute ist er vorwiegend im Hörfunk aktiv (WDR/ARD), aber auch für Fachmagazine sowie online.

Seit 2012 betreibt der studierte Psychologe unter www.derkulturpolitischereporter.de ein eigenes Blog zu „seinem“ Thema. Darüber hinaus ist er als Trainer in der Aus- und Fortbildung tätig.

In der Geschichte der Arbeiterbewegung – und vieler mit ihr verbundener sozialer Bewegungen – hat Kultur eine herausragende Rolle für die Herausbildung von Selbstbewusstsein, für die Bewusstmachung und die emotionale Erfahrung von gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und für die Beförderung kollektiver Aktion gespielt. Das gilt für das herausragende künstlerische Schaffen Einzelner ebenso wie für populäre Kulturformen, insbesondere auch für das Anregen eigenen kulturellen Engagements in sozialen Kämpfen.

Allerdings: „Eine Arbeiterkultur gibt es nicht mehr“ (Hartmut Fladt) – im Sinne eines vermeintlich noch lebendigen abgeschlossenen Kulturkosmos einer mehr oder weniger homogenen Klasse. Aber gab es sie in dieser „Reinheit“ je? Waren die politisch und kulturell vorwärtsweisenden Elemente einer Kultur der Arbeiterbewegung nicht seit jeher zwar Speerspitze, aber eher weniger verbreitet? Wie ist die progressive Kultur der Arbeiterbewegung und der Kunst, die sich  ihr zuordnet, in ihrer Wirkung für die politische Praxis und die Organisation heute einzuschätzen? Ist dies unser Erbe – und wenn ja, wie wollen wir damit umgehen? Und was gehört alles dazu?